Mit Mirko nach Dole August 2018
 



                                          So 26.8.2018



Am 24.August waren wir mit unserem Enkel Mirko für ein paar Tage zum Boot gekommen, bevor wir Donnerstags zur Einschulung unserer beiden ältesten Enkel wieder in Düsseldorf sein wollten.

Die Zeit gab es ohne Hetze her und daher hatten wir uns entschlossen, mit ihm nach Dole zu fahren und dort zwei Tage zu verweilen, bevor wir nach Auxonne zurückkehren.

Am Sonntagmorgen ging es dann los. Leider war es an dem Tag zuerst neblig und auch sehr frisch, aber um 9:20 klarte es ausreichend auf und so hieß es "Leinen los"

Das neue AIS-System lief gut, so hatte ich die Berufler rechtzeitig in Sicht, nur auf die Freizeitkapitäne musste ich meinen Augenmerk richten.

Zum Glück waren auch nicht so viele unterwegs, denen war eventuell das Wetter zu ungemütlich oder man lies sich am Morgen Zeit.


















Mirko war im Boot voll damit beschäftigt, seine Pinguintruppe auf dem I-Pad zu vergrößern, das er während der Wartezeitnach unten ins Boot verschwunden war.























Nach den ersten drei Schleusen kommt der schönste Teil des Kanals auf dem Weg nach Dole.






















Mirko war dem Ruf der Oma gefolgt und hat sich in einem Stuhl oben auf Deck neben die Oma gesetzt.


Die Sonne hatte mittlerweile die Luft erwärmt und man konnte es ganz gut an Deck aushalten.






















Nach der Schleuse war der Kanal bis zu der Ortschaft Choisey mit Seerosen stark verkrautet.


Bei Blühte mag das toll aussehen, aber bei der Begegnung mit einem anderen Boot muss man zwangsläufig in das Gestrüpp ausweichen, das man nicht so gerne um die Schraubenwelle gewickelt haben möchte.

















Wir erwischten fast den selben Liegeplatz in Dole wie im Mai und Mirko nahm die Wiese sofort in Besitz.


Der Hafen war gut besetzt, die Boote lagen sehr dicht beieinander. Durch den Wechseltag am Wochenende waren sehr viele Boote hier in der Basis anwesend, Morgen ist bestimmt das große Aufbrechen angesagt.

















Neben unserem Boot lag ein deutscher Segler, mit an Bord war ein Junge in Mirkos Alter, mit dem er dann auf der Wiese ordentlich toben konnte.


Zum Schluss musste die Oma noch zum Boulespiel herhalten.























Nach dem Essen durfte Mirko sich noch einen Film ansehen, dann ging es für ihn ins Bett.


Wir selber haben dann noch eine Weile oben gesessen.













                                          Mo 27.8.2018





Am nächsten Morgen bin ich mit Mirko zum Bäcker gegangen und habe frisches Baguette besorgt.


Nach dem Frühstück sind wir dann mit Mirko auf Entdeckungstour gegangen. Vom Hafen ging es durch den kleinen Parc de Chanvre rüber an den Canal de Tanneurs und über die kleine Passerelle ans andere Ufer.


















Hier entdeckte Mirko auf dem Boden seltsame Messingplaketten mit einer Katze darauf. Die hatte er am Morgen auf dem Weg zum Bäcker auch schon gesehen.


Mit diesen Markierungen wird ein Stadtrundgang von etwa vier Kilometern länge gekennzeichnet, der durch den historischen Teil von Dole führt.
Die Katze stellt den Kater Titus dar, der vom Schriftsteller Marcel Aymé erschaffen wurde, der seine Jugendjahre hier in Dole verbracht hatte.



















Am Mühlenteich waren noch einige Seerosen vorhanden, die aber nicht mehr so toll am Blühen waren.






















Wie allen Kindern zuvor hatte auch Mirko seinen Spaß in den Gewölben.



















Auf dem Rückweg übernahm Mirko die Stadtführung, da er den Weg zum Hafen an Hand der Katze finden wollte und auch konnte.






















Auf dem Weg zum Hafen kamen wir oberhalb an der Mühle an einem kleinen Garten vorbei.















                                          Di 28.8.2018

 

 

 

 

 

Heute war die Rückfahrt nach Auxonne  angesetzt. Beim Bäcker wurden noch schnell frische Croissants gekauft und dann ging es um 9:45 los.

 

Das Wetter war perfekt für die Fahrt und wir waren alle gut drauf.










 

 

An der Schleuse 69 mussten wir eine Weile warten, da vor uns ein kleineres Boot in der Strecke war, das es scheinbar sehr eilig hatte.

Anstatt auf uns zu warten löste er für sich alleine die Schleusung aus.

 











 

Den rasenden Touristen holten wir dann am Anleger von Abergement-la-Ronce wieder ein, da er dort für eine Rast angelegt hatte.

Das Bötchen kam aus Deutschland und die Crew hatte dort angelegt, da einer ihrer drei Hunde Auslauf benötigte.

Kaum war man an Land kamen sie zurück und es wurde auch wieder abgelegt.

Dabei wurde vergessen, den aufgestellten Sonnenschirm zu sichern, mit dem Erfolg, das der an der nächsten Kanalbiegung im Wasser landete.

 

 













Hier gab ich dann auch die letzte Fahrstunde in diesem Jahr. Mirko wollte natürlich auch mal ans Steuer, als ich ihn danach gefragt hatte.

Und wie die anderen auch lenkte er behutsam nach links oder nach rechts, so wie ich es ihm vorgab, anstatt wie wild am Steuerrad zu kurbeln, wie es die Kinder noch vor einem Jahr gemacht hatten.


Der Hafen in Auxonne wurde am späteren Nachmittag erreicht und wir hatten noch Zeit, um an Bord Ordnung zu schaffen, am nächsten Tag ging es zurück nach Düsseldorf. Dort stand die Einschulung unserer beiden größeren Enkelkinder an.

Auch Mirko konnte es kaum erwarten, wieder nach Hause zu kommen.



























Unterwegs machte das Wetter in der knappen Stunde Fahrzeit bis zum Rhein-Rhône-Kanal eine vollständige Kehrtwende und bei strahlendem Sonnenschein legten wir am Warteponton an. Vor uns waren gerade zwei Mietboote von Saint-Jean-de-Losne aus kommend in die Schleuse eingefahren.



Ich machte mich auf an Land um ein paar Fotos zu machen und kam dann auch nach einer Weile mit der Schleusenwärterin ins Gespräch, die zu mir kam um die ersten Details des Bootes abzufragen.

An der Eingangsschleuse zum Rhein-Rhône-Kanal wird man registriert und erhält auch eine Fernbedienung für die kommenden Schleusen.












Helga war mit ihm unten im Salon um sich noch einen Kaffee zu machen und bemerkte erst an der wilden Strömung, das der Schleusenvorgang für uns vorbereitet wurde.



Kurz darauf fuhren wir in die Kammer ein und es ging aufwärts.





















Hier führt der Verlauf des Kanals durch ein größeres Waldgebiet und wird auf der ganzen Strecke von einem gut ausgebauten Treidelweg begleitet.

Man stößt immer wieder auf Wanderer und Fahrradfahrer, die einem die besten Wünsche mit auf dem Weg geben.

Und wir winken stets zurück.












An der Schleuse 69, Bon Repos, kam uns das erste Mietboot entgegen.

Hier möchte ich meinen Unmut etwas Lauf lassen, wie unverantwortlich doch manche Leute sind.

Auf der Höhe, an der das Boot auf dem Bild ist, befindet sich unterhalb der Brücke eine Gedenkstätte, an der ständig frische Blumen liegen. Hier war vor etwas mehr als einem Jahr ein Mietbootfahrer tödlich verunglückt. Und was machen die leichtsinnigen Hobbykapitäne, für die diese Schleuse die dritte Schleuse nach der Übernahme ihres Bootes in Dole ist??

Mit einem Bootshaken bewaffnet steht die junge Mutter vorne auf dem Boot und hantiert mit dem Anlegeknüppel, um das Boot von der Wand zu halten. Umgebunden trägt sie dabei einen Säugling in einem Tragetuch vor sich her.

Bei der kleinsten Stolperbewegung der Mutter ist das Kind im Wasser, so schnell hat sich niemand, auch nicht ein geübter Turner nach einem Ausrutscher wieder gefangen.


Und wenn es passiert ist ist das Geschreie groß. 

Aus unserer Sicht einfach unverständlich ! ! !

















In Dole trafen wir auf die RALF PETER, die in Auxonne am Nachbarsteg ihren Heimatplatz hat.
























Gegenüber auf dem Sportplatz auf der anderen Straßenseite machten sich wieder einige Heißluftbalons auf, den Himmel zu erobern.























Zum Abschluss von dem schönen Tag wurde oben an Deck gegrillt.


Wurde auch langsam Zeit, Mirko wollte immer nur wissen "wann gibt es Essen".














Mit einbrechender Dunkelheit kam die Beleuchtung der Kirche oben auf dem Hügel schön zur Geltung.


Wir hofften jetzt nur auf gleichgutes Wetter am nächsten Tag.
































Der Weg führt anschließend entlang des Kanals runter zur Mühle.





















Unterwegs kamen wir am Geburtshaus von Louis Pasteur vorbei, das wir natürlich auch kurz besichtigt haben.















Neben der Mühle geht es in die Unterwelt zum Brunnen.

Dieser Brunnen “Grande Fontaine” ist ein geheimnisumwobener

Ort, welcher Marcel Aymé zu seinem Roman Le Moulin de la

Sourdine inspirierte. Die Quelle des Brunnens, erstmalig im Jahre 1274

erwähnt, ist eine Karstquelle unter dem nördlich von Dole gelegenen Berg

Mont-Roland, deren Wasser nach einem unterirdischen Verlauf durch die

Kalkschichten am Fuße der Stadt hier zu Tage tritt.

















Wir bummelten der Hauptstraße entlang hoch bis zur Stiftskirche und bewunderten die Fassadenmalereien in der Rue de Besançon.





















Oberhalb des Brunnens "Grand Fontaine" gab es einen letzten Ausblick hoch auf die Stiftskirche und dem offenen Treppenhaus am Hotel de Champagney. 























Hier zog es Mirko wie nach dem Einkauf beim Bäcker am Morgen zu der großen Spinne hin, die zum jahreszeitlichen Schmuck der Stadt den Altweibersommer symbolisieren sollte.































Das Kanalstück ab Dole war in den drei Tagen, die wir in Dole waren, von den verkrauteten Seerosen befreit worden. Am Ufer waren in regelmäßigen Abständen Haufen mit dem entfernten Grünzeug angelegt worden, die noch auf den Abtransport warteten.

So machte das Fahren hier doppelt Spaß.
















Mirko wurde auf der Strecke ungeduldig und wollte unbedingt helfen.

So kam es oben auf das Deck und durfte in der Schleuse den Festmacher halten.

Das hat ihm richtig Spaß gemacht.
















Das letzte Teilstück vom Kanal passierten wir recht zügig und bereits nach 14°° waren wir wieder auf der Saône.


Es war noch richtig warm geworden und im Bereich der Mündung der La Tille waren einige Leute am Ufer am Baden.